Feste im Jahreskreis

Wir haben eine "alternative Weltanschauung" und das zeigt sich darin, dass wir offen sind für alles was der Kosmos, das Universum, die Natur, Mutter Erde und alle Kulturkreise der Erde uns schenken. Wir leben in dem Bewusstsein, dass es mehr gibt zwischen Himmel und Erde als das, was wir sehen und begreifen können. Wir spüren die Energien und die Magie von Zeiten und Plätzen, schöpfen Kraft und Kreativität für unser erfüllendes, leidenschaftliches Dasein und finden Ruhe und Gelassenheit in der Meditation.
Andreas hat familiäre Wurzeln zu Japan - und zum Shinto, ... Petra ist Astrologin und leicht "witchy"
Und so feiern wir die Feste, wie sie eben fallen im bunten Jahreskreis der Zeit...
Nachstehende Beschreibungen von "Festen" stammen z. Teil auch von "Wikipedia" und dem Buch "Erdenfrau" von der "Wildmohnfrau" Renate Fuchs-Haberl.

Unsere Feste und Traditionen im Winter

Wintersonnenwende - Yule

Am 21. Dezember erleben wir den kürzesten Tag und die längste Nacht. In den Wochen der Vorweihnachtszeit hat die Dunkelheit stetig zugenommen. Doch nun wird das "Sonnenkind" wiedergeboren, das Licht beginnt wieder "zu wachsen" und wir freuen uns auf täglich mehr Sonnenlicht.

Wir feiern die Wiedergeburt des Lichts
Wähle einen Platz im Freien oder zu Hause, wo du dich von der Dunkelheit umfangen, getragen, geschützt und genährt fühlst und bereite eine Kerze vor.

Beginne mit einer Räucherung (Räucherstäbchen), um das alte Jahr und alles Durchlebte und Verbrauchte für dich zu einem guten Ende bringen zu können. Lausche in die vier Jahreszeiten zurück und spüre nach, ob sie sich rund und abgeschlossen anfühlen, oder ob es noch Aspekte gibt, die dich beschäftigen. Formuliere sie laut oder leise, bedanke dich für das, was sie dich gelehrt, über dich selber und dein Leben erkennen haben lassen, gib dabei die ausgewählten Kräuter und Harze auf die heiße Kohle und spüre, wie sich das Alte nun in Rauch auflösen darf. Dann blicke in dich selbst hinein, schau auf dich und dein Leben und spüre dem nach, wo du im kommenden Jahr dein eigenes Licht mehr, endlich zum Leuchten und Strahlen bringen möchtest. So wie das Licht der Welt wiedergeboren wird, wird das neue Licht in dir selbst wiedergeboren. Entzünde deine Kerze und lass sie und dich zum Licht werden für die Welt, für Mutter Erde und die Natur, für die Gesellschaft und die Menschen um dich. Vor allem aber ekenne dich selber als ein einzigartiges Licht. Sieh die Bilder, wie und auf welchen Wegen du dein Licht im neuen Jahr in die Welt hinaustragen wirst, dabei dein inneres Licht immer mehr zu leuchten beginnt. Leuchte in die Welt hinaus!

Aus dem Buch "Erdenfrau" von Renate Fuchs-Haberl und Elisabeth Maria Mayer

Die Farbe dieser Zeit: dunkelblau
Die langen Nächte bescheren uns blauschwarze, dunkle Winternächte, an welchen golden die Sterne funkeln. Aus dem dunkelblauen, kosmischen Mutterschoß wird jetzt das Lichtkind wiedergeboren.

...blessed be

Weihnachten

24. bis 26. Dezember
Wie alle Mitteleuropäer können auch wir uns dem Zauber des christlichen Weihnachtsfestes kaum entziehen. Wir feiern ganz traditionell mit Adventkranz, Krippe und Christbaum den Geburtstag des Jesuskindes, jedoch ohne die üblichen Geschenke. Das Wertvollste, das wir uns geben können ist gemeinsame Zeit und diese genießen wir ganz bewusst.
Frohe Weihnachten!

12 Rauhnächte

Die zwölf Rauhnächte werden auch als die Zeit "zwischen den Jahren" bezeichnet. Möglicherweise liegt dies am Widerspruch zwischen dem lunaren und dem solaren Kalender. Während das Mondjahr ca 354 Tage aufweist, zählt das Sonnenjahr bekanntlich 365 (366) Tage. Es bleiben also 11 Tage und zwölf Nächte "übrig". Bereits die alten Ägypter rechneten mit dem Mondkalender und kannten zusammenhängende Schalttage zwischen den Jahren, die sie "Heriu-renpet" nannten. Gemäß der ägyptischen Mythologie herrschten Dämonen über diese Zusatztage.
Meist werden die Tage zwischen 24. Dezember und 6. Jänner als Rauhnächte gefeiert. Perchten sollten die Geister dieser Nächte vertreiben, Räucherungen von Haus und Hof sollten vor Unwesen schützen.

Ebenso werden diese Nächte als Orakel für die Qualität des kommenden Jahres herangezogen. Aus der Qualität und besonderen (oftmals kleinen) Vorkommnissen oder Träumen werden Voraussagen abgeleitet. So steht die erste Rauhnacht für den ersten Monat, bzw. für den ersten Mondmonat (beginnend mit dem ersten Neumond nach der Wintersonnenwende).

Ob man daran glaubt oder nicht, diese dunkelste Zeit in der Region nördlich des Äguators bietet sich förmlich dazu an, an das vergangene Jahr zurückzublicken, dankbar für alle schönen Momente zu sein, vertrauensvoll alles loszulassen, was nicht mehr ins persönliche Leben passt und hoffnungsvoll in das Neue Jahr zu blicken.

Silvester/Neujahr

31. Dezember
Die Silvesternacht wird für uns beide für alle Zeiten eine ganz besondere Nacht bleiben. Zu Jahresbeginn 2019 - genau um Mitternacht hat Andreas mir am Residenzplatz in Salzburg seinen Heiratsantrag gemacht. Bei einem Glas Sekt ... über uns das grandiose Feuerwerk der Festung Salzburg.. und zu den Klängen des Donauwalzers aus den Lautsprechern der Silvestermeile. So lange wir leben, werden wir beide diesen Moment wohl niemals wieder vergessen.... "übersprudeln vor Glück".

Die besten Wünsche im Neuen Jahr!

Hatsumode

In Japan feiert man "Hatsumode"
Erster Besuch des nächstgelegenen Schreins vom 1. bis 3. Jänner. Ansonsten wird das Neue Jahr in Japan ebenso freudig mit Feuerwerk und gutem Essen begrüßt, wie in Europa. Außerdem bittet man die Götter mit einer kleinen Opfergabe um ein gutes und erfolgreiches Jahr.

Dewa gokigen'yō

Lichtfest - Imbolc

01./02. Februar
Obwohl die Natur noch in winterlicher Starre verharrt, werden die Tage schon merklich länger und unbemerkt steigt bereits der Saft in die Bäume. Die Sonne geht jeden Tag ein bisschen früher auf und abends bleibt es länger hell.
In diesem neuen Licht erscheint die Göttin als die schöne Lichtjungfrau Brigid und löst damit die dunkle, schwarze Göttin ab, die als Frau Percht den Winter beherrschte.
Weiße Göttin im Jahresrad
Das Erscheinen der jungfräulichen, weißen Göttin bedeutet das endgültige Ende der Weihnachtszeit (in manchen Regionen bleiben bis heute die Christbäume bis Lichtmess in der Stube) und diese Epoche dauert bis Mai.
Brigid verkörpert die Kräfte des Ostens, und des neuen Morgens, und reitend auf einem Hirsch weckt sie Keime und rüttelt Bäume wach, so dass die Säfte wieder zu fließen beginnen und neues Leben sprießen kann.

Den Frühling Willkommen heißen
Der “Vorfrühling” ist die richtige Zeit um uns von Altlasten zu reinigen und Pläne zu schmieden.
Birkenreisig als Mini-Hexenbesen binden und über Gegenstände oder Lebewesen streichen - zur symbolischen Reinigung (auch des Ritualplatzes) und auch für den energetischen "Frühjahrsputz". Birken gelten als Bäume des Neubeginns und eignen sich deshalb besonders gut zum Wegfegen von altem Ballast ..... für Hexen ist der Birkenbesen bis heute ein wichtiger, magischer, unersetzbarer Gegenstand.

Die Farbe dieser Zeit ist: weiß
Helles, weißes Sonnenlicht glitzert auf Schneedecken und auf der Glatten Fläche der zugefrorenen Gewässer.

...blesses be

Unsere Feste und Traditionen im Frühling

Frühlingstagundnachtgleiche - Ostara

21. März: Frühlings-Tagundnachtgleiche - zu Ehren der Frühlingsgöttin Ostara.
Tag und Nacht sind gleich lang.
Ostara ist die Göttin der Fruchtbarkeit, des Wachsens und der Auferstehung. Ihr Begleiter, der Hase, sowie die allerorts zu sehenden Ostereier sind ebenfalls Fruchtbarkeitssymbole und verdeutlichen noch einmal, dass in dieser Zeit die Natur zu neuem Leben erwacht, man feiert die Erneuerung des Lebens und die Hoffnung auf neues Leben. Auch hier hat die Kirche wieder den uralten Brauch übernommen, und das Fest leicht abgeändert „Ostern“ genannt. Für die Kirche ist Ostern das Fest der Auferstehung Christi, und es wird immer am ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond gefeiert. Ostara ist auch eine Zeit der Träume und neuen Visionen. Der Märzvollmond weckt uns aus dem „Winterschlaf“, und fordert uns auf, aktiv zu werden. Die Lebensfreude und die Lebenskraft verstärkt sich wieder. Der bekannte „Frühjahrsputz“ ist fällig, wir lassen wieder Licht und Luft in unsere Häuser, reinigen sie. Wer Gegenstände mit Energie aufladen möchte, der kann das wunderbar im Licht des Märzvollmondes tun.

Zur Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche beginnt der Tierkreis neu mit dem Widder. Jetzt regiert die Frühlingskraft. Es geht um die typischen Eigenschaften dieses „Hörnertieres“: heiße Energie, Durchsetzungskraft, Kühnheit, Lust an Neuem und Willenskraft. die Energie des Neuanfangs beflügelt uns und führt zur Auflösung starrer und alter Strukturen.
Im Ostara-Ritual öffnen wir uns der Inspiration, die das Luft-Element mit sich bringt. Wir manifestieren unsere Vorhaben, indem wir den Samen dafür in die Erde legen. Damit verpflichten wir uns, dass wir uns um die Erfüllung unserer Wünsche kümmern und sie sorgfältig pflegen.

Die Farbe dieser Zeit: gelb
Narzissen, Schlüsselblumen, Trollblumen, Huflattich, Krokus und Forsythien bringen uns das Gelb der Sonne auf die Erde zurück.

...blessed be

Kirschblütenfest - Hanami

Das Kirschblütenfest ist eines der bezaubernsten Feste in Japan, wenn im Frühling die Kirschbäume wunderschön anfangen zu blühen. Um dieses Blütenmeer zu sehen, kommen jährlich viele tausende Besucher.
Die japanische Kirschblüte ist eines der wichtigsten Symbole der japanischen Kultur. Sie steht für Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit. Die Zeit der Kirschblüte markiert einen Höhepunkt im japanischen Kalender und den Anfang des Frühlings.
Traditionell wird sich mit Familie, Freunden oder Arbeitskollegen in Parks oder privaten Gärten verabredet, in denen sich Kirschbäume befinden. Beim gemeinsamen Genuss der Kirschblüte (Sakura na hana) werden traditionelle Speisen und Getränke gereicht.

Dewa gokigen'yō

Ostern

März/April (je nach Frühlingsvollmond)
Ostern ist das wichtigste Fest im Christentum - gefeiert wird die Auferstehung von Jesus Christus nach seinem Tod. Osterdatum ist der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling.
Besonderen Spaß bereitet dieses Fest den Kindern, welche sich auf die Suche nach bunten Ostereiern und Schokoladeosterhasen machen dürfen.
Frohe Ostern!

Maifest - Beltane (Walpurgisnacht)

Beltane/Walpurgisnacht - die Nacht vor dem 1. Mai
Nun kommt die Zeit der roten (der fruchtbaren) Göttin.

Der Mai steht voll und ganz im Zeichen der Venus. Ist sie doch der herrschende Planet im Tierkreis Stier, dessen Zeitqualität diesem Monat entspricht.

Liebe und Fruchtbarkeit sind jetzt das Thema. Unzählige Rituale und Bräuche begleiten uns in diese Zeit.
Junge kräftige Männer richten allerorts den Maibaum, den riesigen Phallus auf, an dessen Spitze die drei Kränze befestigt sind. Der erste Kranz ist der weißen, jungfräulichen Göttin gewidmet... der nächste, der roten, fruchtbaren und der letzte der goldenen-schwarzen, der greisen, sterbenden Göttin. Der Bandltanz um den Baum verbandelt Mädchen und Burschen nicht nur tänzerisch, sondern auch die weiblichen und männlichen Energien werden miteinander verwoben.
Ausgelassen wird dieser Tage überall gefeiert, getrunken und geflirtet.
Dass die Hexen in dieser Nacht nackt auf dem Blocksberg tanzen und mit den Besen fliegen, entspringt wohl dieser fröhlichen, lustvollen Gesinnung sowie dem übermäßigen Genuss von Alkohol gepaart mit romantischen Phantasien.
Die Maifeuer - Freudenfeuer - die bei den Jahreskreisfesten in dieser Nacht entzündet werden, heißen den Sommer, die Sonne mit ihrer strahlenden und fruchtbaren Wärme willkommen.

Im strengen Kirchenjahr haben diese sinnlich-lustvollen Feste zur Maienzeit keinen Platz. Jedoch spiegeln sich in den Maiandachten die Verehrung der Lebens- und Liebesgöttin im Wonnemonat Mai selbst dort. Es sind vor allem die Frauen, die zu Ehren der christlichen Nachfolgerin der alten Lebens- und Liebesgöttin - Maria - Kapellen und Kultplätze mit frischen Blumen schmücken.

Ich mag es, aus frischen, grünenden Trieben einen kleinen Kranz zu binden, mit Bändern zu schmücken und liebevolle Gedanken einzuknüpfen und unser Heim damit zu schmücken.
Heuer habe ich mich bewusst für folgende Farben entschieden:
grün: die Farbe der Liebesgöttin Venus (wir sind ja beide Stier im Tierkreiszeichen)
weiß: die Farbe der unschuldigen, der geistigen Liebe und die Farbe des Mondes (Petra Aszendent Krebs)
rosa: die Farbe der romantischen, sich anbahnenden Liebe
pink/rot: die Farbe der sinnlichen, der lustvollen, heißen Liebe und vom leidenschaftlichen Planeten Mars (Andreas Aszendent Widder)

Die Farbe dieser Zeit: grün
Wiesen, zarte Gräser, frische Pflanzen und Blätter - die Natur in ihrer ganzen Pracht und Einzigartigkeit.
Grün ist auch die Farbe der Venus, die Herrscherin im Tierkreiszeichen Stier, in welchem die Sonne sich derzeit befindet.

...blessed be

Drachenfest

Drachen werden hauptsächlich am 5. Mai zum Kindertag in Japan steigen gelassen.
Religiöses, japanisches Fest. Die Drachen werden bei Feiern oder als gutes Omen steigen gelassen.
Es können aber auch während des ganzen Jahres Drachen steigen gelassen werden, und zwar zur Kommunikation mit den Göttern um Fürbitte zu leisten für die Geburt eines Kindes, für allgemeines Familienglück oder für den Geschäftserfolg. Solche Schicksalsdrachen, die Wünsche für Glück ausdrücken, sind besonders in der Region südlich von Tokio verbreitet.
Die größten Drachen sind 18 m x 18 m groß und wiegen mit Schnur über eine Tonne (!). Selbstverständlich braucht man, um ihn steigen zu lassen, viel Erfahrung und über hundert Personen, sowie wohlgesonnene Windverhältnisse. Die Teams der Drachen rivalisieren sich, um sich gegenseitig die Schnur zu kappen. Anschließend wird aber gemeinsam gefeiert.

Dewa gokigen'yō

Unsere Geburtstage

.... sind nur 3 Tage auseinander und so feiern wir gemeinsam! Wir haben uns vorgenommen, "unsere Urlaubswoche" jetzt und in Zukunft zu einer ganz besonderen Woche für uns zu machen, das Leben zu feiern und das Besondere zu erleben und zu genießen.

Unsere Feste und Traditionen im Sommer

Sommersonnenwende - Litha

Wir feiern die Sommersonnenwende am 21. Juni - die Sonne hat ihren Höchststand erreicht - es ist der längste Tag (Sonnenstunden) und die kürzeste Nacht im Jahr.
Der astronomische Sommer beginnt!

Das helle Licht und die Wärme lassen Mutter Erde in ihrer üppig-erotischen Pracht erstrahlen. Alles Leben in der Natur hat sich entfaltet, um nun zu reifen. Die Rosen erblühen in vielerlei Rottönen, der Klatschmoh setzt leuchtende Tupfer in die Wiesen und Äcker. Die Vegetation erscheint in sattem Grün und dazwischen leuchten allerorts die beliebten roten Früchte und versüßen uns das sommerlich-leichte Leben. Nur in dieser Jahreszeit beschenkt uns Mutter Erde mit Blättern, Blüten und Früchten zur gleichen Zeit.

Es ist die Zeit der roten Göttin. Rot sind auch viele Pflanzen und Früchte dieser Zeit: Rosen, Mohnblumen, Waldhimbeere und süße Erdbeeren.

Nach den Vorstellungen der Hexen hat der Naturgott zur Mittsommernacht seine höchste Kraft erreicht, die immer geringer wird, bis er an Allerheiligen/Halloween stirbt. Beim Julfest zur Wintersonnenwende wird der Gott von der Göttin wiedergeboren und durchläuft erneut den Hexen-Jahreskreis.

Brauchtum zur Sommersonnenwende:
* Sonnwendfeuer gibt es landesweit beinahe in jedem Ort und auf jedem Berg
* Liebespaare springen Hand in Hand über die Flammen und werfen Blumen hinein
* Unbrauchbares und Altes übergeben die Leute an das Feuer
* Die ewige Drehung des Jahresrads symbolisieren die kreisenden Fackeln der brennenden Sonnenräder, die Hänge hinabrollen
* Am Johannistag endet das Spargelstechen, auch als Spargelsilvester bezeichnet

Die Farbe dieser Zeit: rot
Es ist die Zeit der roten Rosen - und der roten Früchte wie Kirschen, Erdbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren.

...blessed be

Fest der Schnitterin - Lammas (Lughnasadh)

Ende Juli/Anfang August feiern wir "Hexenerntedank", auch Kornfest genannt.
Dies ist die Zeit der Reife, er Ernte und der Fülle, denn nun wird das Korn geschnitten.
Es opfert sich der Erntegott der Erde, damit wieder neues Korn wachsen kann. Die Keltern feierten das Erntefest zu Ehren des Sonnengottes Lugh, der mit dem germanischen Gott Wodan /Odin oder dem griechischen Hermes vergleichbar ist.

Die Schnitterin bringt mit ihrer Sichel den Getreidekindern den Tod. Mitten im heißen Sommer zieht damit die schwarze Göttin der Transformation und des Todes ins Land. In der Sichel der Schnittergöttin zeigt sich auch die abnehmende Mondsichel der schwazen Göttin. Die Tage werden bereits wieder merkbar kürzer, die Sonne wird in ihrer Kraft ebenfalls "beschnitten".

Urmutter Anna feiert im Kirchenkalender in dieser Zeit, am 26.07. ihr heiliges Fest. Sie begegnet uns bis heute in den vielen Anna-Kirchen, die auf die Plätze der schwarzen Göttin gebaut wurden. Auch in der dreifachen Gestalt der Anna-Selbdritt verkörpert sie die Alte, die Weise. Sie lehrt ihre Tochter Maria das Lesen, gibt damit das alte Frauenwissen an die junge Frau weiter. Bis in die Neuzeit hinein war vielen Mädchen und Frauen der Zugang zu Bildung verwehrt gewesen - das Heil- und Segenswissen wurde von den Müttern weitergegeben.

Schnitterinritual:
Manchmal kommt die Schnitterin mit ihrer Sichel unerwartet in dein Leben. Beim genauen Hinschauen erkennst du vielleicht die Zeichen, mit welchen sie dir ihren Besuch angekündigt hatte. Überall dort, wo du zögerst, dir der Mut fehlt fü einen klaren Schnitt, begleitet und unterstützt dich die Schnitterin mit ihrer Konsequenz und Klarheit beim bewussten Loslassen und Verabschieden.
Nutze diese Zeit der Schnitterin für Rituale - wenn möglich tatsächlich mit einer Sichel in der Hand - um zu schneiden was fällig, vielleicht sogar überfällig ist. Trenne damit in deinem Leben die Spreu vom Weizen und setze dort Grenzen, wo sie für dich wichtig und nötig sind. Triff klare Entscheidungen und gewinne neue Erkenntnisse für dich und deinen weiteren Weg. Löse dich von jenen Strukturen, Vorgaben, Bereichen und Menschen, die dir nicht guttun.

Die Farbe dieser Zeit: türkisblau
Das Wasser der Seen und der Flüsse im Hochsommer verleiht der Erde verschiedenste leuchtend, glitzernde Türkisblautöne. Je nach Farbe des Himmels und Lage des Gewässers verändert sich die Farbe des Wassers. Türkis ist die kühlste der Farben und hilft uns dabei, die rote, alles mit Hitze durchdringende Kraft, mehr und mehr wieder einzudämmen.

...blessed be

Hochzeitstag

6. bzw. 10. August
Diese zwei Tage im Jahr 2019 werden wir niemals vergessen!
Aufgrund unserer alternativen Weltanschauung, in der die Erde und die Natur eine zentrale Rolle einnehmen, haben wir uns für ein feierliches, spirituelles Hochzeitsritual bei Maria Roithinger in St. Pantaleon entschieden. Dieses fand am 6. August um 19:00 Uhr mit der Bitte um den Universellen Segen für unsere Beziehung, sowie dem Entzünden der Hochzeitskerze und der Segnung der Eheringe im kleinen Rahmen statt.

Am 10. August um 11.00 Uhr am Standesamt in Franking fand dann im Kreis von Familie, Freunden und KollegInnen die feierliche, offizielle Trauung statt.

Japanisches Fest der Ahnen - Obon

Laternenfest in Japan
Mitte August (13./15.)
Die Ursprünge des Obon Festes gehen auf das hinduistische Lichterfest zurück und dienten ursprünglich der Speisung von Ahnen um die Leiden in der Hölle zu mildern. Seit dem Jahr 1230 wurde Feuer als Symbol diesem Fest hinzugefügt (Opferritual) und Daizeichen verbrannt.
In neuerer Zeit werden am letzten Abend des Festes Laternen in einem Fluss schwimmen gelassen, um die Seelen der Verstorbenen zu führen. Es ist zu einem Familien-Wiedervereinigungs-Feiertag geworden, zu dem die Menschen aus den großen Städten in ihre Heimatstädte zurückkommen und die Gräber ihrer Vorfahren besuchen und säubern.

Dewa gokigen'yō

Erntedank in Japan - Ohara Kaze-no-Bon-Fest

1.-3. September

Bezauberndes Volksfest mit geheimnisvollen Liedern und wunderschönen Tänzen
Das lebhafte Owara-Kaze-no-Bon-Fest, das jedes Jahr an den ersten drei Tagen im September in Yatsuo, einem urigen Viertel im Süden Toyamas, stattfindet, ist für seine eleganten, traditionellen Tänze bekannt.

Ein Gebet für eine reiche Ernte
Das japanische Volk wurde im Laufe der Geschichte von vielen Naturkatastrophen, wie Taifunen und Überschwemmungen, heimgesucht. Das Owara-Kaze-no-Bon-Fest entstand vor über 300 Jahren, um die Winde zu besänftigen und um für den Aufschub von Katastrophen, welche die Saat zur Erntezeit zerstören würden, zu beten.

Der einzigartige Stil des Fests
Die Frauen von Owara mit ihren Strohhüten, den synchronen Bewegungen und identischen Kimonos haben dieses Fest berühmt gemacht. Bühnenaufführungen und unzählige Papierlaternen runden die festliche Atmosphäre ab, die bei Nacht besonders magisch ist.

Traditionelles Volksfest, bei dem die Götter des Windes besänftigt werden und für eine reiche Ernte gebetet werden soll. Eine Art Tanzparade zieht sich dabei ca. 3 Kilometer von Norden in den Süden jedes Dorfes. Dabei werden kleine Laternen angezündet und Volkslieder gesungen - begleitet von Klängen traditioneller Instrumente.

Dewa gokigen'yō

Unsere Feste und Traditionen im Herbst

Herbsttagundnachtgleiche - Mabon

22./23. September - Tag und Nacht sind wieder gleich lang - wir feiern Herbst-Tagundnachtgleiche

Heute beginnt astronomisch der Herbst mit seinen bunten Blättern, der leeren Getreidefelder, der reifen Früchte der Obst- und Nussbäume. Trauben beginnen ihren Wandel zu Wein und Nebelschwaden begrüßen uns am Morgen. Nachts klettern die Temperaturen manchmal unter den Gefrierpunkt - die Wiesen sind weiß bedeckt mit Reif und Millionen von Insekten sterben am Ende des Sommers.

Es ist die Erntegöttin, welche als Todesgöttin übers Land schreitet und alle Wesen in ihr Andersweltreich führt. Der Tod, den sie uns bringt, ist geheimnisvoll und voller Magie.

In unserem Land werden nun allerorts große Erntedankfeste gefeiert. In keiner Zeit ist die Fülle von Nahrungsmitteln so reichhaltig wie im Herbst - dafür wird seit Menschengedenken Mutter Erde für diesen Reichtum gedankt, der Menschen und Tiere leben lässt.
Auch der "Altweibersommer" fällt in diese Zeit. Mit "weibern" wurde früher das Knüpfen und das Weben der Spinnfäden bezeichnet. Spinnfäden an Hecken und in Wiesen erinnern uns an das graue Haar der weisen, alten Frauen.

Die Farbe dieser Zeit: orange
Das Laub beginnt sich zu färben und zaubert ein Meer an verschiedenen Orangetönen in die Wälder, das in der strahlenden Herbstsonne wie ein Flammenmeer leuchtet. Die Kürbisse werden reif und setzen orangefarbene Punkte in die Erde.

...blessed be

Fest der Ahninnen - Samhain

Am 31 Oktober endet das "Hexenjahr" traditionell - wir feiern die letzte Nacht des Jahres.
Es ist das dritte und letzte Erntefest, das letzte der acht Jahreskreisfeste (Sabbate). Früher wurden um diese Zeit die Tiere, die den Winter nicht überleben konnten oder sollten, geschlachtet.
Mit Samhain endet das keltische Jahr und auch das Hexenjahr. Es beginnt die dunkle Jahreszeit, während der man in sich selbst schaut, sich zurückzieht und Ruhe einkehrt. Jetzt sieht man in die Vergangenheit und in die Zukunft.
In der Nacht von Halloween / Samhain sollen die Schleier zwischen den Welten besonders dünn sein, und die Toten sollen nun zu uns Lebenden zu Besuch kommen. Darum war es einst Brauch, den Tisch auch für die Verstobenen mit zu decken, was viele von uns, auch noch heute, anläßlich ihres Hexensabbats, den sie an diesem Tag begehen, tun.

Das Leben ist nun vollständig in den Bauch der Erde zurückgekehrt. Felder ruhen im fahlen Novemberlicht, die Acker sind offen und empfangen die letzten Blätter nach ihrem Tanz zur Erde. Alle Samen und Keime ruhen in der Erde und werden dort über den Winter gehütet, geschützt und genährt. Wir erleben die Magie des Loslassens, Umwandelns und Neuwerdens.
Es ist die Zeit der Ahninnen, die nun beginnt. Der Schleider zwischen den Welten sind durchlässiger als sonst. Die Lebenden und die Toten begegnen einander nun wieder und schenken einander den Segen. So manche Seele macht sich dabei auf die Suche nach einer neuen Mutter, die sie im nächsten Jahr wieder in die Diesseitswelt gebären möge.

Die schwarze Göttin der Verwandlung hat alles Leben in ihren Erdenschoß aufgenommen. In ihrer Tiefe schlummert alles und träumt der Wiedergeburt im nächsten Jahr entgegen. Sie ist die Schicksalsgöttin, die darüber entscheidet, wie sie die Fäden für das Neue Jahr spinnt - wo sie scheidet und wo sie verknüpft.

Die Farbe dieser Zeit: violett
Leere Äcker im fahlen Herbstlicht, Herbstzeitlosen und Astern ... die Welt erscheint violett. Sie ist auch die Farbe der Grenze zwischen den Welten, die Farbe der Transformation. Deshalb ist sie auch die Farbe der Schamaninnen, die die Schwelle zur Anderswelt behüten in dieser durchlässigen, dünnen Zeit.

...blessed be

Allerseelen

Im Kirchenjahr feiern wir am 1. November Allerheiligen, bei dem wir aller Heiliggesprochenen gedenken und sie ehren bzw.

am 2. November Allerseelen. An diesem Tag werden die Familiengräber geschmückt und den lieben Menschen aus unserem Leben gedacht, die uns in den Tod vorausgegangen sind. Der Tod macht viele Menschen betroffen, verzweifelt und sehr traurig. Für den Menschen, der von uns gegangen ist bedeutet es aber auch die Heimkehr seiner Seele - die Aufgaben und Herausforderungen in diesem Leben sind erfüllt oder waren nicht zu lösen. Bald kommt sie wieder auf die Erde, um ein neues Leben zu beginnen....


Herbstfest in Japan

zu Ehren des Geburtstages von Kaiser Meiji

Dewa gokigen'yō

Fest der Hl. Barbara

Am 4. Dezember begeht die katholische Kirche den Tag der Heiligen Barbara. Die legendenumwobene Barbara dient als Patronin bei jeglicher Bedrängnis, bei Unwetter sowie Gefahren durch Feuer, Sprengstoff und plötzlichen Tod. Feuerwerker, Raketenmacher, Sprengmeister, Kanoniere, Artilleristen, Maurer, Steinmetze, Dachdecker und Architekten, vor allem aber Berg- und Hüttenleute sowie Gießer suchten und suchen ihren Schutz.

Wir sind uns einig, dass wir beide einen tieferen Bezug zur Hl. Barbara haben, als die meisten anderen Menschen. Andreas ist ausgebildeter Sprengmeister unseres Bundesheeres in (Miliz)bereitschaft. Und Petra ist bekanntlich ein "Kind vom Kohlenpott" Trimmelkam.

Deshalb zünden wir an diesem Tag eine Kerze zu Ehren der Hl. Barbara an und erzählen uns gegenseitig von unseren Erinnerungen. Ebenso schneiden wir am 4. Dezember traditionell Zweige von Obst (Kirschen-)bäumen um sie bis Weihnachten zu hegen und zu pflegen und im besten Fall zum Blühen zu bringen. Blühende Zweige im tiefsten Winter sollen Glück bringen für das folgende Jahr - vor allem aber bringen sie Hoffnung in der dunklen, kalten Jahreszeit - auf neues Blühen, neues Wachsen - neues Leben.